Evangelische Kirchengemeinde
Sassenberg




Rückblicke

Langweilige Routine Fehlanzeige

Seit 25 Jahren spielt Susanne Pelz die Orgel



Susanne Pelz Foto:U.v.Brevern


Susanne Pelz mag diesen bestimmten Flötenton im Bass der alten Orgel. „Den bekommt die neue nicht hin“, bedauert sie. Ansonsten klinge die neue natürlich viel besser, „aber sie hat auch so ihre Tücken“, schmunzelt die Organistin. Seit 25 Jahren sitzt Susanne Pelz für die Gemeinde an einer der drei Orgeln. Sie kennt von jeder die Stärken aber auch die Schwächen. Orgelspielen zu lernen war für Susanne Pelz lange Zeit ein Wunsch. Sie hat ihn sich aber erst mit 25 Jahren erfüllt. Klavierspielen konnte sie da schon. In den C-Kurs für Kirchenmusik ist sie als Studentin eher per Zufall gerutscht. Eigentlich hatte die Münsteranerin nur an dem regulären Musikangebot der Uni teilnehmen wollen. Für sie gehört das zu den Punkten in ihrem Leben, die vielleicht so gefügt wurden. Bei der Bewerbung um die Stelle in Sassenberg traf Susanne Pelz, die im Hauptberuf als Bürokraft am Münsteraner Klinikum arbeitet, auf eine weitere „Fügung“. Eingestellt wurde sie von Pfarrer Böttcher, den sie noch als Vikar an der Auferstehungskirche kannte.
In den vergangenen 25 Jahren hat sich manches verändert. So fielen die Gottesdienste in Füchtorf und die Kindergottesdienste aus ihrer Tätigkeit heraus, dafür fordert sie die neue Orgel um so mehr. Schon am Samstag kommt sie einmal aus Münster herüber, um Speicherbänke zu programmieren und umzusetzen, was sie sich auf der heimischen E-Orgel überlegt hat. Zuviel Routine? „Nein, ich mache ja jeden Sonntag etwas anderes“, schmunzelt sie.
U. v. Brevern

Konfirmanden unterschiedlichen Jahrgangs feierten im August gemeinsam ihre Jubiläumskonfirmation. Die jüngsten waren vor 25 Jahren zum ersten Mal zum Abendmahl gegangen, bei den ältesten war das einprägsame Erlebnis 65 Jahre her. Im Anschluss an den feierlichen Gottesdienst mit Einsegnung in der Gnadenkirche hatten die Jubiläumskonfirmanden im Gemeindehaus Gelegenheit, bei Kaffee und Schnittchen miteinander ins Gespräch zu kommen.
(U. von Brevern)




(Fotos Hannelore Blanke)





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berichten am 02. Dezember 2013:

Adventskonzert in der Gnadenkirche
Chor bringt Lieder zum Klingen



Der ökumenisch besetzte Chor brachte die Lieder um das Hosianna zum Klingen und in die adventlich
gestimmten Herzen der Zuhörer hinein. Foto: nn


Sassenberg - Zum Adventskonzert hatte die evangelische Kirchengemeinde für Samstagabend in die Gnadenkirche eingeladen. Gerhard Schütz war als musikalischer Leiter im Vorfeld auf die Suche zum Thema „Hosianna, dem Sohne Davids“, durch alle Musikepochen gegangen. Eine wahrlich hörenswerte und verzaubernde Auswahl brachten die Aktiven im Konzert zur Aufführung.
Pfarrer Michael Prien begrüßte die Mitwirkenden und Gäste mit einigen Worten zum bevorstehenden Advent. Mit Blick auf die entzündete Kerze am Adventskranz meinte er augenzwinkernd: „Wir sind unserer Zeit ein wenig voraus.“
Die Musik von Bach, Telemann und Mendelsohn, um nur die bekannteren Namen zu nennen, nahm die Zuhörer mit hinein in die Zeit der Erwartung. Nach nur zwei Chorstücken erklärte Schütz den Gästen: „Nun habt ihr lange genug zuhören müssen, jetzt dürft ihr mitmachen.“
Im Wechsel sangen der Chor und die Gemeinde mit Orgelbegleitung. Im Orgelsolo zeigte Klaus Scheidweiler seine Spielfreude und auch an einer viel kleineren Orgel, als er normalerweise gewohnt ist, sein Können. An der Geige bezauberte Anna Katharina Kaempf. Mit ihrem Blockflötenspiel zeigten Christine Laumann und Gerhard Schütz, dass diese Instrumente wunderbar in der Kirche klingen und eine weitere Nuance zur adventlichen Musik beitragen.
Der ökumenisch besetzte Chor brachte die Lieder um das Hosianna zum Klingen und in die adventlich gestimmten Herzen der Zuhörer hinein. Alle Aktiven hätten mit ihrem Können ein volles Haus an Zuhörern verdient gehabt. Die Kollekte nach dem Konzert war für den Verein Lebensmittelpunkt bestimmt.

berichten am 02. Dezember 2013:

Kälte wird aus der Kirche verbannt


Neue Fenster für die evangelische Gnadenkirche. Pfarrer Michael Prien (l.) freut sich, dass Peter Adrian von
der Glasmalerei Peters aus Paderborn für eine gute Isolierung sorgt. Foto: Lieber


Sassenberg - Es zog durch die Ritzen, Eisblumen bildeten sich auf den Fenstern, und die Besucher fröstelten im Winter. Das ist ab jetzt vorbei, denn die evangelische Gnadenkirche hat neue Fenster erhalten. Dabei blieben die alten und künstlerisch wertvollen Verglasungen erhalten. Es wurde von außen eine Schutz- und Isolierverglasung für alle sieben Fenster eingebaut. „Sie nehmen die sechs Felder der dahinter liegenden Fenster auf“, erklärt Pfarrer Michael Prien.
Von Ulrich Lieber

14 Tage waren mehrere Firmen vor Ort im Einsatz, am Montag sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Um die neuen Fenster einzubauen, wurden in den Beton geschnitten und darin die Rahmen verankert und anschließend neu verfugt. Von innen sind die neuen Rahmen nicht zu sehen, so dass der optische Genuss nicht getrübt worden ist. „Die Fenster zeigen verschiedene Kreuze“, erklärt Pfarrer Prien. Darum habe man auch davon abgesehen, neue Fenster einbauen zu lassen, denn die Kirche ist aus dem Jahr 1952 und in vielen Bereichen noch original und in gutem Zustand. Altar, Orgel, Fußboden und Bänke sind noch aus dem Ursprungsjahr.
Insgesamt kostet die Sanierungsmaßnahme 38 000 Euro. „Möglich geworden ist dies durch die Initiative der Stiftung "Der Gute Hirte“, sagt Prien. Aber es gab dazu weitere Unterstützung durch den Förderkreis der Kirchengemeinde sowie aus dem Posten Bauunterhaltung aus dem Haushalt der Kirchengemeinde. Durch die neuen Fenster werden künftig jedenfalls Heizkosten eingespart, so dass es passend zum Winter nicht nur wärmer, sondern auch umweltfreundlicher und sparsamer in der Kirche wird.

Kronenkreuz für Hildegard Tresch
35 Jahre unermüdlicher Einsatz


Hildegard Tresch (li) bei der Ehrung zusammen mit Helga Diesterheft und Pfarrer Prien (Foto H. Blanke)


Beim Septembertreffen der Frauenhilfen Füchtorf-Greffen wurde in einer Feierstunde Hildegard Tresch ausgezeichnet. Für ihren Einsatz bei der evangelischen Kirchengemeinde Sassenberg überreichte ihr Pfarrer Prien im Namen der Diakonie Münster das Kronenkreuz in Gold.
Seit mehr als 35 Jahren geht Frau Tresch zweimal im Jahr in Füchtorf bei Wind und Wetter von Haus zu Haus, um Spenden für die diakonisch-soziale Arbeit in der Kirchengemeinde zu erbitten. Ein Teil dieser Beträge bleibt in der eigenen Gemeinde für Hilfe und Unterstützung von Menschen, die in Not geraten sind.
Nachdem Herr Tresch vor 30 Jahren in Füchtorf Presbyter geworden war, ist es für Frau Tresch als Mitglied der Frauenhilfe Füchtorf eine Selbstverständlichkeit, sich für den Dienst am Nächsten einzusetzen. Auf diese Weise ist im Laufe der Jahre viel Geld zusammengekommen, um Not zu lindern.
Es bleibt der Wunsch, dass in Zukunft auch Jüngere solchen Einsatz zeigen. Schon in den ersten Jahren der Christenheit war es erforderlich, dass wohlhabende Christen die Armen, Benachteiligten und Kranken materiell unterstützten.
(H. Blanke)

Der Bastelkreis waren wieder auf dem Allerheiligenmarkt am 03. November 2013 aktiv.
Dekorative Artikel zur Herbst- und Weihnachtszeit wurden den Besucher auf dem Kirchplatz vorgestellt und angeboten.
Rege Nachfrage war vorhanden
Hier sehen Sie Bilder von den Angeboten des Bastelkreises.






(Fotos Dieter Pusch)

berichtet am 02. September 2013

Der Jazz kennt kein Kirchturmdenken




The Swinging Six: (v.l.) Roger Clark Johnson, Pastor Michael Prien, Max Oestersötebier,
Bürgermeister Josef Uphoff, Christian Altehülshorst und Uli Twelker brachten Jazz auf
den Kirchplatz. Bild: Austrup



Sassenberg (aust) - „Jazz unterm Kirchturm“ – so lautete das Motto des evangelischen Gemeindefests in diesem Jahr auf dem Kirchplatz.
Im Anschluss an den Familiengottesdienstes mit einer Taufe in der Gnadenkirche verwandelten die Harsewinkeler „Sazerac Swingers“ – Roger Clark Johnson, Max Oestersötebier, Christian Altehülshorst und Uli Twelker – sowie die Jugendband Forrest Funk, Preisträger von „Jugend-Musiziert“, den Platz an der Schückingstraße in einen swingenden Festplatz.
Jazz und Kirche passen auch in Sassenberg wunderbar zusammen: „Jazz“ ist in Musik gefasst dasselbe, was das Volk Israel mit Psalmen in Worte gefasst hatte: Trauer und Schmerz, Dank und Jubel. Im Jazz flossen gegen Ende des 19. Jahrhunderts rhythmische Arbeitslieder der deportierten farbigen Sklaven in Amerika mit spirituellem Gesang zusammen. Im Laufe der Jahrzehnte zog der Jazz über die Kontinente als eine Musik, die immer wieder zur Befreiung ruft. Durch eine Anregung von Wolfgang Schallmey, der regelmäßig den Jazzclub „Old Farmhouse“ besucht, war die Idee des musikalischen Angebots geboren worden. „Man hört gemeinsam tolle Musik und die schönen Begegnungen am Gemeindefest sorgen für einen wundervollen Tag“, beschrieb es Pastor Michael Prien. Alle zwei Jahre findet das Gemeindefest im Herzen der evangelischen Gemeinde statt, im Wechsel mit dem ökumenischen Pfarrfest in Füchtorf.

Preisfrage

An verschiedene Aktivitäten für Jung und Alt wurde gedacht. Für das leibliche Wohl mit Grillgut sorgten die Gemeindeglieder Jessica, Dorothee und Jenna Klatte. Auch ein Kuchenverkauf der Frauenhilfe brachte Köstlichkeiten auf die Tische. Kinder konnten sich mit verschiedenen Spielen und Bastelarbeiten aus Papier des evangelischen Bastelkreises der Gemeinde die Zeit vertreiben. Als Höhepunkt des Fests ergab sich die Chance, bei einer amerikanischen Versteigerung eine Ballonfahrt zu erstehen. „Eine Spende der Volksbank hat dieses Angebot ermöglicht“, freute sich Pastor Michael Prien. Doch zuvor galt es, eine Preisfrage zu beantworten: Birgit Rennemeier hatte eine Dose ihrer berüchtigten Gitarrenkekse gebacken, die es in Windeseile zu schätzen galt. Der Gewinner nahm einen Rucksack gefüllt mit Wellnessartikeln mit nach Hause. Falls bei dem Fest ein Überschuss erwirtschaftet wird, kommt der der Renovierung der Kirchenfenster zugute.


berichten am 02. September 2013:

Gemeindefest der evangelischen Kirche
Jazz unter dem Kirchturm kommt gut an




Roger Clark Johnson, Max Oestersötebier, Christian Altehülshorst und Uli Twelker freuten sich über
die Unterstützung von Pastor Michael Prien und Bürgermeister Josef Uphoff. Foto: Irmler



Sassenberg - Ihr Gemeindefest feierte am Sonntag die evangelische Gemeinde. Im Anschluss an den Gottesdienst in der Gnadenkirche luden Bänke und die aufgebauten Zelte zum Verweilen ein. Für das leibliche Wohl war gleich in vielerlei Hinsicht gesorgt. Die Gäste hatten die Wahl zwischen einem sehr umfangreichen Kuchen- und Tortenbuffet sowie frisch gegrillten Bratwürstchen und Salaten. Von Christopher Irmler

Auch für die kleinsten Teilnehmer waren einige Angebote dabei. Egal, ob Kinderschminken, Basteln oder Geschicklichkeitsspiele am Stand von Ina Ter Harmsel und Wolfgang Schallmey- ihnen gefiel das Fest sichtlich gut. Letztgenannte nutzten den Tag, um auf ihre Hilfsorganisation „Kinder für Kinder Nubratal Hilfe“ aufmerksam zu machen.
Für den guten Ton sorgten im wahrsten Sinne des Wortes „The Sazerac Swingers“ aus Gütersloh. Pünktlich zur Mittagszeit setzte die Jazzband mit ihrem Spiel ein und hatte die Besucher damit schnell begeistert. Das Angebot „Jazz unter dem Kirchturm“ darf als geglückte Premierenveranstaltung angesehen werden.
Eine gute Tradition ist auch seit einigen Jahren die amerikanische Versteigerung. So auch in diesem Jahr. Der gesamte Erlös soll demnach der Gemeindearbeit zu Gute kommen, auf den Gewinner der Auktion wartet eine Ballonfahrt.
Gemeinsam mit der Gemeinde feierten auch Bürgermeister Josef Uphoff und der Pfarrer der katholischen Gemeinde Andreas Rösner.

Frankreich heißt die Welt willkommen
Weltgebetstag am 1. März 2013

Seit mehr als 100 Jahren wird auf der ganzen Welt am ersten Freitag im März der Weltgebetstag der Frauen ökumenisch gefeiert. Die Anfänge liegen in den USA. Von dort ging die weltweit größte Bewegung von Frauen in alle Teile der Welt. Jedes Jahr nehmen etwa eine Million Menschen nur allein in Deutschland an den Feiern teil. Ziel der WGT-Bewegung ist, miteinander zu beten und füreinander einzutreten im Geist des gemeinsamen Gebets.
Im Jahr 2013 kommt der Weltgebetstag uns ganz nah. "Ich war fremd - ihr habt mich aufgenommen", sagen Christinnen aus unserem Nachbarland Frankreich, die die jüngste Weltgebetstagsordnung erarbeitet haben.
Den Deutschen ist Frankreich sehr gut bekannt durch Urlaube, Arbeit, Schüleraustausch oder Städtepartnerschaften. Gegenüber Deutschland mit 81 Millionen Menschen leben in Frankreich 62 Millionen. Unser Nachbarland ist eines der größten Länder Europas. Es gibt eine landschaftliche Vielfalt von Bergen, Flusstälern und Küsten. 50 Prozent der Bevölkerung ist katholisch.
Französinnen können ihre Berufstätigkeit wegen der gut ausgebauten Kinderbetreuung problemlos mit der Familie vereinbaren. Zum Land gehören aber auch Überseedepartements und -territorien, das sind Guadeloupe, Französisch Guyana, Martinique, Réunion, Mayotte, Neukaledonien, Französisch Polynesien, Wallis, St. Pierre, Miquelon und Futuna. Die Zugezogenen aus diesen fernen Kolonien haben es sehr schwer. Ihr Bevölkerungsanteil lag 2005 bei 8,1 Prozent.
Mit vielen zentralen Vorbereitungstagungen ist die Frauenhilfe als Regionalstelle Förderin der Weltgebetstagsbewegung. Sie bearbeitet unzählige Produktbestellungen und leitet jährlich ca. 250.000 Euro Kollektengelder an das Deutsche Weltgebetstagskomitee weiter.
In Sassenberg wird seit 1969 der Weltgebetstag ökumenischen im Wechsel zwischen katholischer und evangelischer Kirche gefeiert, im Jahr 2013 in der Gnadenkirche, am Freitag, 1. März um 19 Uhr, in Füchtorf und Greffen jeweils in der katholischen Kirche um 15 Uhr.
Hannelore Blanke


Statt unter offenem Schilfdach wird Dr. Bosolo künfig in diesem
vergleichsweise hygienisch Zelt operieren.


Operation im luftigen Zelt Mobile Einheit hygienisch ein Riesenfortschritt / Besuch aus Bolenge

Im Kirchenkreis Dortmund-Süd hatte sich für Ende April willkommener Besuch angekündigt: Dr. Bosolo und Oscar Pekombe von der Leitung der Jüngerkirche im Kongo waren mit einer kleinen Delegation gekommen, um mit den Aktiven des Bolengearbeitskreises zu planen, wie im Partnerkirchenkreis weiter aktiv geholfen werden kann. Auch unsere Gemeinde in Sassenberg ist ja bereits über zahlreiche Spenden in Bolenge aktiv geworden.
Im Mittelpunkt der Arbeit steht das Ambulanzboot, das weit entfernte Gemeinden des Kirchenkreises mit dringend benötigter ärztlicher Hilfe versorgt. Wochenlang ist Dr. Bosolo mit dem Boot unterwegs und behandelt auf seinen Reisen tausende Menschen (Der Gute Hirte berichtete).



Dorothea Philipps und Dr. Bosolo zeigen bei dem Besuch in Dortmund, wie das neue Ambulanzboot einmal aussehen soll. Links daneben Oscar Pekombe

Drei wichtige Neuerungen sollen das Projekt nun voranbringen. Zunächst erhält das Ambulanzboot ab sofort eine mobile Operationseinheit. Sie besteht aus einem großen aufblasbaren Zelt, einem transportablen Operationstisch, Operationslampe, Solarkühlbox, Generator, mehreren Feldbetten, Ventilatoren und demnächst auch einem tragbaren Ultraschallgerät.
Das Zelt, das für den Katastropheneinsatz zum Beispiel auch bei Feuerwehr und THW genutzt wird, wurde bereits geliefert und zusammen mit Dr. Bosolo und Oscar Pekombe aufgebaut - es ist vier mal vier Meter groß und fast drei Meter hoch. Dennoch kann es in einem großen Rucksack verstaut und transportiert werden.
Für die hygienischen Bedingungen bei Operationen ist es ein Riesenfortschritt: Bisher musste Dr. Bosolo in den Flussdörfern in einfachsten Lehmhütten operieren - ein Tuch, unter das Schilfdach gespannt, half, Ungeziefer von offenen Wunden fernzuhalten. Dass bisher bei mehreren hundert solcher Operationen in völlig unsterilen Lehmhütten keine Infektionen und keine Todesfälle vorgekommen sind, bezeichnet Dr. Bosolo als reines Wunder.
Die zweite Neuerung betrifft das Ambulanzboot selbst. Dr. Bosolo und Oscar Pekombe entwickelten während ihres Besuches gemeinsam mit einem angehenden Ingenieur eine verbesserte Konstruktion des Ambulanzbootes: Das neue Boot wird auf drei großen Einbaumbooten, also als Trimaran, gebaut und bekommt einen stabilen Holzaufbau mit einem festem Dach. Dieses Boot, vor Ort in Mbandaka gebaut, wird das Behandlungsteam um Dr. Bosolo samt mobiler Operationseinheit und Medikamenten zu den Dörfern an Kongo, Ubangi und Ngiri bringen.
Und schließlich wurde als dritte Neuerung das Personal aufgestockt: Ein technischer Helfer ist für Aufbau, Wartung und sichere Lagerung der Ausstattung zuständig. Noch wichtiger: Ein zweiter Arzt, Dr. Pepy, wird Dr. Bosolo in Zukunft begleiten. Das ist eine große Entlastung für den unermüdlich arbeitenden Arzt, betont Oscar Pekombe, der für Verwaltung und Abrechnung des Projekts im Generalsekretariat der Jüngerkirche verantwortlich ist.
Inzwischen warten die Menschen am Kongo schon sehnsüchtig darauf, dass das Ambulanzboot nach mehrmonatiger Pause endlich wieder ihre Dörfer anfährt. Die Pause war zum einen auf eine Fortbildung zurückzuführen, die Dr. Bosolo absolvierte, und auf seine Reise nach Dortmund. Zum anderen konnte aber auch der WWF in den letzten Monaten kein Geld für Treibstoff und Fahrer des Ambulanzbootes zur Verfügung stellen (Zur Erinnerung: Die fünf bisherigen Fahrten wurden vom WWF mit jeweils ca. 2.000 Euro Mobilitätskosten finanziert). Nun springt auch hierfür vorübergehend der Bolengearbeitskreis ein.
Das Bolenge-Projekt wird weitgehend aus Spenden finanziert. Dafür wird viel Geld benötigt. Allein die mobile Operations- und Behandlungseinheit kostet etwa 10.000 Euro, die neue Bootskonstruktion bis zu 20.000 Euro, pro Tour kommen noch einmal bis zu 7.000 Euro zusammen. Geplant sind sechs mehrwöchige Touren pro Jahr.
Die Betroffenen selber leisten, so gut sie können, ihren Beitrag zum Projekt, aber sie gehören zu den Ärmsten der Armen. Immerhin werden sie für das Zelt einen sicheren, trockenen, ebenen Platz zur Verfügung stellen und ebenso Essen für die Mannschaft. Zusätzlich soll jeder Erwachsene, der behandelt wird, 20 Cent geben. Aber Dr. Bosolo weiß: Nicht alle werden das können. Und er versichert: Die Behandlung wird nicht daran scheitern.
Bislang kann der Bolengearbeitskreis auf breite Unterstützung setzen, nicht nur aus Dortmund, sondern auch aus vielen anderen Orten, nicht zuletzt aus Sassenberg. Dafür ist der Kreis dankbar - und auch die Kranken am Kongo, denn: "Was machen die Menschen dort, wenn kein Arzt da ist?", wird Dr. Bosolo immer wieder gefragt. Seine schlichte Antwort: "Sie sterben eben einfach."
D. Philipps/ Ulrike von Brevern




"Soviel du brauchst" - Beobachtungen vom 34. Evangelischen Kirchentag in Hamburg


Zum 4. Mal fand der Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg statt. Unter dem Leitwort "Soviel du brauchst" wurde am Eröffnungstag auf vier verschiedenen Plätzen Gottesdienst gefeiert. Teilweise waren Katholiken und Evangelische sowie Griechisch-Orthodoxe an der Liturgie beteiligt, um zu zeigen, dass Ökumene wichtig ist.
Wir Gottesdienstbesucher bekamen eine Wundertüte in die Hand, auf deren Grund sich Sand befand. Dieser Sand sollte an die Wüste erinnern, durch die das Volk Israel 40 Jahre lang von Gott geführt worden war. In Anlehnung an das zweite Buch Mose, Kap. 16 hieß es, Gott habe ihnen genug zu essen und zu trinken gegeben, damit alle Genüge hatten. Er schickte Nahrung auf seine Art.
In der Wundertüte konnte jeder in den kommenden Tagen seine Erlebnisse und besonderen Höhepunkte sammeln. Es wurde der Wunsch ausgesprochen, davon auch etwas weiter zu geben. Im Anschluss an die Gottesdienste schoben sich am Abend der Begegnung rund 300.000 Menschen durch die aufgebauten Stände und Pavillons der Kirchengemeinden aus den Regionen der Nordkirche. Die prominenten Gäste wurden allerdings so umringt, dass man persönlich nicht auf Tuchfühlung kam. Der Abend endete mit einem Meer von brennenden Kerzen und dem Lied "Der Mond ist aufgegangen".
Am Tag danach stand ein riesiges Angebot an Veranstaltungen zu Themenbereichen aus Politik, Religion, Kultur, Theologie und Spiritualität zur Wahl. Auf den Hauptbühnen wechselten Konzerte und Vorträge ab. Mitsingen und Mitfeiern war gefragt. So konnten wir u. a. neues Liedgut kennen lernen. In den vielen Kirchengemeinden Hamburgs wurden abwechslungsreiche Programme angeboten. Ein großer Anziehungspunkt war die Reformations-Botschafterin für das Jahr 2017 Margot Käßmann. Ihre Vorträge und Veranstaltungen waren ausgebucht. Ein Meer von blauen Kirchentagsschals ließ erkennen, dass man viel von diesen Tagen erwartete. Teilen und Verteilen stand im Mittelpunkt - nicht nur von materiellen Dingen, sondern auch von Dingen, die es nicht zu kaufen gibt, vor allem Liebe, Zuneigung, Toleranz, Güte und Zeit.
Zum Abschlussgottesdienst am Sonntag, der in Hamburgs großem Stadtpark stattfand, kamen wohl mehr als 130.000 Besucher. Hier beteiligten sich 3.500 Blechbläser aus 330 Posaunenchören, welche die Lieder begleiteten. Die Vision wurde deutlich, dass in fernen Tagen Frieden sein könnte und die Menschen gleich welcher Hautfarbe, Sprache und Religion eine Gemeinschaft bilden werden. Viele Menschen setzen sich ein für die Eine Welt. Dann würden Schwerter zu Pflugscharen. Der 35. Evangelischen Kirchentag findet 2015 in Stuttgart statt.
Hannelore Blanke




Obdachlos in Sassenberg
Die Gemeinde ist immer wieder Anlaufpunkt für Wohnungslose


Es klingelt an unserer Haustür. Ich öffne.



Foto: Marlit Hartkopf/pixelio

Ein Mann mit Fahrrad steht vor der Tür. Kann ich hier schlafen, fragt er - ich brauche mal etwas Ruhe. Ja, antworte ich, und schließe die Tür zur alten Küche auf. Immerhin kann dort der Gast kochen, sitzen, lesen. Im Nachbarraum kann er schlafen. Der Anbau verfügt auch über eine Toilette. Manch ein Obdachloser kommt immer wieder. Ich kenne zwar nicht alle Namen - dennoch: schlechte Erfahrungen mache ich in der Regel nicht. Das letzte Pärchen war allerdings noch Tage später wahrzunehmen…
Manfred zum Beispiel nutzt den Raum gern. Mit seinem hoch bepackten Fahrrad kommt er alle paar Wochen vorbei. Eigentlich stammt er, so erzählte er mir, aus Magdeburg. Er hatte Arbeit, er war verheiratet - dann verlor er die Arbeit und die Frau. Schulden stellten sich ein. Da hat er sich aufs Rad gesetzt.
Seit über 20 Jahren ist er unterwegs - in der Regel im norddeutschen Raum: Münsterland, Emsland - bis hin nach Schleswig Holstein. Die großen Städte meidet er. Da gibt es zu viele kaputte Typen, findet er, und in den Obdachlosenunterkünften wird zu viel geklaut. So bleibt er lieber im ländlichen Raum. Da kennt er sich aus. In Glandorf zum Beispiel unterhält die katholische Gemeinde zwei Zimmer mit Küche, Dusche und Waschmaschine - da kann er einmal im Monat hin radeln. Die Autofahrerkapelle bei Telgte hat lange Dachüberstände - da kann man auch schlafen. Und dann gibt es auch einen Golfplatz bei Beelen mit einem Unterstand…
So sucht sich Manfred - wir reden uns mit Du an - seine Schlafplätze zusammen. Essen und Trinken finanziert er durch das Geld des Sozialamtes. Zu fest gelegten Zeiten muss er dort erscheinen, wenn er seinen Tagessatz von ca. 12 Euro bekommen will. Eine andere Möglichkeit besteht für ihn darin, in den Pfarrhäusern nach Geld oder Essen zu fragen. Mit der Zeit weiß man natürlich, wer großzügig ist….
Häufig entscheidet Manfred recht kurzfristig, wohin er fährt. Längerfristige Absprachen sind schwierig. Druck und Verpflichtungen meidet er. Vor zwei Jahren hat er es noch einmal mit der Sesshaftigkeit versucht: Eine kleine Wohnung in Bad Essen. Dann erreichten ihn wieder Briefe von Gläubigern… Da hat er es nicht mehr ausgehalten und hat sich wieder aufs Rad gesetzt. Jetzt will er sich mit seiner Ex-Frau treffen, plant, sich in Hessen in der Nähe seines Bruders niederzulassen. Er merkt sein Alter und seine Gesundheit. Er ist 49 Jahre alt. Möge Gott ihn mit seinem Segen begleiten. Über sein Leben erlaube ich mir kein Urteil. Ich weiß, auch in meinem Leben hätte manches anders laufen können.
Als christliche Gemeinde dürfen wir für solche Menschen eine offene Tür haben. Spielregeln gibt es natürlich. In der Regel werden sie eingehalten, denn man will ja wiederkommen können. Manfred hat so zum Beispiel gefragt, ob er mal ein Buch aus den Bücherkisten des alten Gruppenraumes mitnehmen kann. Er liest gern. Stundenlang hat er schon auf der alten Eckbank in der Küche gesessen und gelesen.



In dem kleinen Holzhaus hinter der Kirche können zwei Obdachlose einen trockenen Schlafplatz finden
Foto: von Brevern


Presbyter Gehard Disterheft beim Streichen Foto: Prien

Schon bald werden die obdachlosen Gäste den alten Gruppenraum, der zum Beispiel inzwischen auch von den KU-3 Kindern regelmäßig genutzt wird, nicht mehr brauchen. Das Presbyterium hat beschlossen, ein Holzhäuschen anzuschaffen, in dem sie schlafen können. Es lehnt sich von hinten an die Kirche. Erst war an einen Platz hinter dem Gemeindehaus gedacht worden. Jedoch hätte es dafür der Einwilligung der Nachbarn bedurft. So steht es die drei vorgeschriebenen Meter von der Grenze entfernt und stört niemanden. Herr Disterheft hat zusammen mit einem guten Bekannten das Häuschen angestrichen. Herr Scholz wird es mit Strom versorgen und dann muss es nur noch eingerichtet werden. Herzlich sei den Mitarbeitenden für Ihre Arbeit gedankt. Eine Kirchengemeinde darf die Unterstützung von Obdachlosen als eine diakonische Aufgabe begreifen. In mancher Unterhaltung mit Obdachlosen wird deutlich: Das Leben auf der Straße ist zum einen nicht einfach… Zum anderen: Sesshaftigkeit ist für die meisten Umherziehenden keine Alternative mehr. Von daher ist es schön, dass wir eine Möglichkeit haben, ihnen Raum zu geben. Heute Morgen ist Manfred denn auch wieder früh aufs Rad gestiegen. Er will ja nach Hövelhof, sich mit seiner Ex-Frau treffen … Na, dann gute Fahrt.
Pfarrer Michael Prien




Die berichten am 02. Januar 2013:




Gehen optimistisch ins neue Jahr (v. l.): Hannelore Blanke (Frauenhilfe), Küsterin
Ingrid Zander, Margreth Pelster (setzt sich im Altenzentrum ein), Pfarrer Michael Prien,
Eva-Maria Schmitz (kümmert sich um den Altarschmuck), Willi Szameitat (Küster,
Hausmeister, Gärtner und „Mädchen für alles“), Kirchmeister Gerhard Schütz und
C-Kirchenmusikerin Susanne Pelz. Foto: Lieber




Neujahrsempfang im evangelischen Gemeindehaus

Gemeinde funktioniert

Sassenberg - „Unsere Gemeinde funktioniert still und ordentlich. Es gibt viele Leute, die sich einsetzen, und diese Leute werden gebraucht. Das macht richtig Freude“, lobte Pfarrer Michael Prien die vielen ehrenamtlichen Helfer der evangelischen Pfarrgemeinde.
Von Ulrich Lieber

„Unsere Gemeinde funktioniert still und ordentlich. Es gibt viele Leute, die sich einsetzen, und diese Leute werden gebraucht. Das macht richtig Freude“, lobte Pfarrer Michael Prien die vielen ehrenamtlichen Helfer der evangelischen Pfarrgemeinde. Nach dem Neujahrsgottesdienst hatten sich noch viele Gemeindeglieder zum Empfang im evangelischen Gemeindehaus eingefunden.
Pfarrer Prien erinnerte an die Höhepunkte des abgelaufenen Jahres, und dazu habe ganz sicher die Wahl zum Presbyterium gezählt. „Wir waren eine der wenigen Gemeinden, in denen überhaupt gewählt wurde. Dumm nur, dass einer ausscheiden musste.“ Das neue Presbyterium habe sich als aktives Gremium erwiesen. Dabei sei gerade das erste Jahr kein leichtes gewesen, denn es habe die Schließung des Immanuelhauses angestanden. Das habe für Traurigkeit auch bei den Schließenden gesorgt. „Einweihungen sind bedeutend schöner“, versicherte Prien.
Doch es habe auch erfreuliche neue Dinge gegeben, wie den KU 3-Unterricht für die Konfirmanden, der nun für Schüler in der dritten Klasse stattfindet. Dafür braucht Prien Unterstützung, und die erhält er durch sechs Frauen, die drei der vier Nachmittage im Monat mit den Kindern gestalten. „Ich bringe den Frauen das Fachwissen bei der gemeinsamen Vorbereitung bei. Das ist viel Arbeit.“ Eine Gruppenstunde leitet der Pfarrer jeden Monat selbst. „Es gibt wieder eine Bibelstunde mit vertrauten Geschichten. Man kommt miteinander ins Gespräch“, freute sich Pfarrer Prien.
Rückblicke gab er noch auf den 60. Geburtstag der Kirche, die an sich gut erhalten sei, aber die Fenstersanierung stehe an. „Ich hoffe, dass wir schon im Herbst anfangen können und damit einen Winter sparen.“ Die Frauenhilfe feierte ihren 65. Geburtstag, das neue Finanzsystem wurde im November teilweise wieder außer Kraft gesetzt, und mit Superintendentin Meike Friedrich habe er erstmals eine Frau zum Chef.
Kirchmeister Gerhard Schütz gab einen kleinen Ausblick auf die Passionsmusik am 17. März in der katholischen Pfarrkirche und danke Pfarrer Andreas Rösner für diese Möglichkeit. Es sollen alle Choräle aus der Johannespassion gesungen werden. „Es ist eine tolle Entwicklung in der Ökumene und im ökumenischen Chor“, freute sich Schütz. Dazu trage Kirchenmusiker Klaus Scheidweiler einen großen Teil bei.


Die berichten am 04. Dezember 2012:




Besinnliche Musik zum Advent präsentierte der konfessionsübergreifende Chor in
der evangelsichen Gnadenkirche. Foto: Irmler



Sassenberg - Besinnliche, aber auch feierliche Musik erklang am Sonntagabend in der Gnadenkirche. Der konfessionsübergreifende Chor sang hierbei unter anderem Werke von Michael Prätorius, Vincent Lübeck oder Max Reger.

Von Christopher Irmler

Unter der Gesamtleitung von Gerhard Schütz trugen neben dem Chor auch Organist Klaus Scheidweiler und die Blockflötenspieler zum Gelingen des Konzerts bei.
„Der Advent lädt dazu ein, über den Schöpfer nachzudenken“, hatte Pfarrer Michael Prien während seiner Begrüßung betont. Im mit „Siehe, Dein König kommt zu Dir“ betitelten Konzert ermöglichten Chor- und Instrumentalmusik einen würdigen Rahmen hierfür. Die Idee, einen gemischten Chor aus Männern und Frauen, Protestanten und Katholiken gemeinsam auftreten zu lassen, ist indes nicht neu. Das Adventskonzert am Sonntagabend in der Gnadenkirche war bereits das vierte dieser Art, wie Prien im Vorfeld anmerkte. Das Konzept stieß auf große Resonanz, sodass im Gotteshaus kaum Plätze frei blieben.
Nachdem der Chor mit „Gläubige Seel“ von Michael Prätorius (1571-1621) den Auftakt des Konzerts gestaltet hatte, folgte „Cantate Dominio“ von Giuseppe Ottavio Pitoni, ehe die Gemeinde erstmals selbst zum Mitsingen eingeladen wurde. Es entwickelte sich ein gelungenes Konzert, in dem sich Chor, Blockflötenquartett und Orgelmusik ergänzten oder abwechselten. Zum Finale erklang „Willkommen, süßer Bräutigam“ auf den Blockflöten, der Orgel sowie gesungen vom gut zwanzigköpfigen Chor.
Auch in diesem Jahr verzichteten die Verantwortlichen auf einen festgelegten Eintrittspreis. Stattdessen baten sie um eine Spende für die Umsetzung einer neuen Isolierung der Kirchenfenster, denn die ist dringend erforderlich.


Besuch im Kongo

Lieber Herr Prien,
wie Sie sehen, sind wir wieder zurück aus dem Kongo - gesund, allerdings nicht ganz heil; ich habe mir einen Fußknöchel gebrochen.
Näheres demnächst im Bolenge-Echo, hier nur schon mal das Foto, das zeigt, wieviel Freude Bibeln und auch die Antependien ausgelöst haben, hier in wendja, wo eien neue Kirche im Bau ist. Einen kurzen Pressetext zur 1. Information füge ich ebenfalls an.
Mit herzlichen Grüßen nach Sassenberg
Ihre Dorothea Philipps






Pressemitteilung für 24.10.12
Vom 4. bis 19. Oktober 2012 konnte eine vierköpfige Delegation des Kirchenkreises Dortmund-Süd den Partnerkirchenkreis Bolenge im Kongo besuchen.
Pfarrer Bernd Hühmer (Wellinghofen), Ökumereferent Gerd Plobner (VKK), Lehrer Andreas Denda und Pfarrerin i.R. Dorothea Philipps, Vorsitzende des Partnerschaftskreises, haben sich in den entlegenen Dörfern in der Äquatorprovinz selbst ein Bild gemacht von den erbärmlichen Lebensbedingungen der Menschen dort und von den Projekten, die seit 2008 aus Spenden der Gemeinden in Dortmund-Süd ins Leben gerufen worden sind.
Zusammen mit Kirchenpräsident Bonanga und Superintendent Ngoy haben die Besucher aus Dortmund mit großer Freude festgestellt: Die kleinen Pharmazien (Medikamentendepots) und das Mikrokreditprogramm sind tatsächlich bis in die letzten Dörfer des jeweils über 200 km in den tropischen Regenwald wie auch an den großen Flüssen Kongo und Ubangi sich erstreckenden Kirchenkreises Bolenge angekommen.
Das Mikrokreditprogramm, in den Gemeinden jeweils mit etwa 100 USD gestartet, wird vor allem von Frauen genutzt. Sie bekommen einen Startkredit, handeln damit oder kaufen ein Feld, zahlen mit Zinsen zurück und erwirtschaften so Schulgeld für ihre Kinder oder können Medikamente kaufen. In einigen Gemeinden konnten sogar Kirchenbänke oder Wellbleche fürs Dach angeschafft werden. Zusammen mit den Medikamentendepots trägt das Mikrokreditprogramm entscheidend zur Armutsbekämpfung in den Dörfern bei.
Grandiose Arbeit bis zur Erschöpfung leistet das Team des Ambulanzbootes, das die Delegation drei Tage lang zu den vor zwei Jahren von Rebellen ausgeplünderten Dörfern an den Flüssen begleiten konnte. Dank des vom WWF zur Verfügung gestellten provisorischen Bootes - zwei Pirogen bilden einen Katamaran mit Aufbau - hat Dr. Bosolo, diesmal begleitet von Hebamme Mpembe und einem weiteren jungen Arzt - an den drei Tagen 392 Behandlungen und 15 Operationen ausgeführt. In Maita sahen wir das Team ab 4 Uhr morgens operieren - in einer Lehmhütte, auf einem Holztisch. Trotz unsteriler Bedingungen sei die Infektionsrate Null, betont Dr. Bosolo. Aus Zeitmangel konnten längst nicht alle Patienten behandelt werden - sie wurden auf eine der nächsten Touren des Ambulanzbootes vertröstet, die aus Dortmunder Spenden mit jeweils ca. 4 500 Euro finanziert werden.
Insgesamt erlebte die Delegation überall riesige Dankbarkeit für die Hilfe aus Dortmund.
Dorothea Philipps


berichtete über das Treffen unter dem "Adventlicht:

Lebendiger Kalender"

Treffen unter dem "Advents-Licht"

Füchtorf (ca). In der Adventszeit zusammenkommen, Menschen willkommen heißen und mit ihnen in einer besinnlichen Stunde die Adventszeit genießen. Es war eine spontane Idee die im Gemeindebeirat der Evangelisehenu Kirchengemeinde sofort auf große Begeisterung stieß.
"Unter dem Advent-Licht" heißt eine neue Mitmachaktion der evangelischen Kirchengemeinde, vergleichbar mit dem andernorts angebotenen "Lebendigen Adventskalender". So kamen bei der Premiere rund 20 Menschen im adventlich geschmückten Haus von Helga Teubner in Füchtorf zusammnen.
Feunde und Nachbarn, Alt und Jung, gleich welcher Konfession, kamen für ein knappes Stündchen zusammen, um zu plauschen, zu singen und Geschichten zu hören. Es wurden Kekse gereicht und warme Getränke ausgeschenkt. Die Kindler Aylin. Marie-Therese und Larissa sagten Gedichte auf, zwei Frauen lasen kurze weihnachtliche Geschichten vor, und beim gemeinsam gesungenen "Leise rieselt der Schnee" hatte man den Eindruck, gleich schneie es wirklich.
Jeder bestimmt selbst, wie er seine Gäste willkommen heißt. Vorsorglich sollte daher zu den nächsten Treffen Mütze und Schal mitgebracht werden, weil sie auch vor der Haustür stattfinden können. Das "Advent-Licht" gibt Gelegenheit, viele Menschen aus der näheren und weiterer Nachbarschaft zu treffen und so die Adventszeit einmal anders zu erleben.
Die nächsten Treffen sind jeweils mittwochs ab 17.30 Uhr. Am 7. Dezember trift man sich bei Familie Nimz in Greffen, Füchtemeierstraße l, am 14. Dezember bei Familie Prien, Schückingstraße 3 in Sassenberg, und am 21. Dezember bei Familie Böttcher, Achtermannstraße 6 in Sassenberg. Anmeldungen sind nicht erforderlich.

Ein kleiner Einblick in das erste Treffen "Advents-Licht".


(Foto´s C. Alsmann)